Rehabilitation
für Hubschrauberpilot Johann Knaus |
Wartungsfehler führte zum tragischen
Absturz |
| Quelle: pressetext.de |
St Johann/Pongau (pts/22.08.2006/12:25) - Nicht das
fliegerische Fehlverhalten hat zum tragischen Absturz des Knaus-Helikopters
http://www.knaus.cc am
17. November 1997 im Ellmautal geführt, sondern ein tragischer Wartungsfehler, der dann zu einem schweren technischen Gebrechen führte.
Damit wird der Unternehmensgründer Johann Knaus, der den Absturz damals nicht überlebt hat, fast neun Jahre nach dem tragischen Unglück
rehabilitiert.
Sein damals 18jähriger Sohn Phillip überlebte
den Absturz mit schwersten Verletzungen.
Was war bei dem verhängnisvollem Flug im Ellmautal nahe Großarl am
17. November passiert?
Der Pilot und Unternehmenseigentümer Johann Knaus war gemeinsam mit
seinem Sohn Phillip mit dem Helikopter Alouette III unterwegs, als
im Flug am Hauptrotor nicht mehr beherrschbare Schwingungen auftraten.
Diese führten dazu, dass der Heckausleger samt Heckrotor abgeschlagen
und der Hubschrauber damit unsteuerbar wurde. |
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Es hatte sich dabei
sogar herausgestellt, dass entgegen den Anweisungen des Helikopter-Herstellers
zum Zeitpunkt des Absturzes die drei Ausgleichsseile am Hauptrotorkopf
unzulässigerweise gemischt mit vollen und hohlen Bolzen bestückt waren.
Eine Notlandung für den Piloten wurde unmöglich.
Der Helikopter stürzte
ab.
Erst vier Stunden nach dem Absturz, konnte das Wrack gefunden werden.
Tagelang kämpften Ärzte um das Leben von Phillip Knaus.
Als
Unfallursache wurden zunächst ein Fehler des Piloten und eine Überschreitung
des Abfluggewichtes des Helikopters vermutet.
Zahlreiche Medien hatten
davon berichtet, dass der Helikopter bei schlechter Sicht das Drahtseil
einer Materialseilbahn berührt hätte und daraufhin abgestürzt
sei. Damit wurde die Schuld am Absturz dem Piloten gegeben.
GPS-Auswertungen
des Sohnes Roy Knaus ergaben allerdings, dass der Helikopter in einer
Flughöhe von 2000 Metern weit über dem dichten Nebel im Tal
geflogen war. Das Seil der Seilbahn berührte der Helikopter laut
einem Gutachten der Flugunfalluntersuchungskommission zu keinem Zeitpunkt.
Der abgestürzte Helikopter wurde von Wucher Helikopter - Rhein
Helikopter gewartet.
Nach dem Sachverständigengutachten wurden
die Fehler, die zum Absturz führten, dort gemacht.
Bei der Wartung
hätten die Techniker erkennen müssen, dass die gemischte
Bestückung der Ausgleichsteile unzulässig sei, stellte das
LG Feldkirch nun fest. Wucher Helikopter war sowohl damals als auch
heute der Hauptmitbewerber des Unternehmens Knaus.
Zum Unfall-Zeitpunkt
hatte Wucher acht Fluggeräte, Knaus drei. Brisant ist auch, dass
Wucher Helikopter keine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung
für die Wartung der Alouette III hatte.
Nach sechs Jahren Gerichtsverfahren
hat Knaus nun in dritter Instanz gewonnen - einen Tag vor dem 60. Geburtstag
des Vaters. Johann Knaus, der 1983 Papst Johannes Paul II. bei seinem
ersten Besuch in Österreich von Wien nach Maria Zell geflogen
hat, hatte mehr als 15.000 Flugstunden Erfahrung (das sind etwa dreimal
so viele Flugstunden wie ein pensionierter Bundesheerpilot).
Im September
2006 folgen die Verhandlungen beim LG Feldkirch, wo es um die Höhe
der Entschädigung für Phillip Knaus http://www.flying-pictures.at ,
der heute noch an den Folgen des Absturzes leidet, geht. Wichtig ist
aber auch, dass Wucher Helicopter und Rhein Heli für alle
zukünftigen Schäden haften. (Ende) Aussender: KNAUS HELICOPTER
GMBH
Ansprechpartner: Saskia Pechtl email: saskia.pechtl@knaus.cc
Tel.
+43-664-80 440 88 |
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